Die Geschichte Breckerfelds

 

Der Breckerfelder Raum muß bereits früh besiedelt gewesen sein. Darauf weist der Fund einer römischen Marsstatuette aus dem 2. Jahrhundert nach Christus hin. Im Jahre 1985 fand man die kleine Figur im Bereich Windhagen. Die erste urkundliche Erwähnung war 1184. Die Verleihung der Stadtrechte durch den Grafen Dietrich von der Mark erfolgte am 01. August 1396, die Bestätigung des Münzrechtes 1406. In den Jahren 1417, 1520, 1557, 1658 und 1727 wüteten verheerende Brände in der Stadt.

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erfolgte der Anschluß an den Hansebund. In diese Zeit fällt auch die wirtschaftliche Blütezeit unserer Stadt. Erzförderung und Stahlerzeugung waren hierfür die wesentlichen Faktoren. Breckerfelder Kaufleute handelten ihre Erzeugnisse wie Sporen, Schlösser, Klingen und Messer am Londoner Stahlhof und in den baltischen Ländern. Begehrt und berühmt war der „Breckerfelder". Hierbei handelte es sich offensichtlich um einen Kurzdolch. Knopmesser wurden den Fürsten verehrt, welches mehrfach urkundlich belegt ist.

Als Ausgang des 17. Jahrhunderts die Stahlverarbeitung von der Handarbeit auf die Verarbeitung in den Hammerwerken unter Ausnutzung der Wasserkraft überging, begann der Niedergang der heimischen Wirtschaft. Hinzu kamen die verheerenden Brände, die den jetzigen Ortskern Breckerfeld mehrfach in Schutt und Asche legten.

Literaturhinweise zur Breckerfelder Geschichte:

Geschichte und Urkundenbuch des Amtes Breckerfeld, Pastor Anton Meier, 1900/1911, Band 1 (vergriffen) und Band 2
Festbuch „Breckerfeld 600 Jahre Stadt", Heimatverein der Stadt Breckerfeld e.V., 1996
Breckerfelder Telegraph, Informationen aus Kommunalpolitik, Kultur und Vereine, seit 1971 jährlich herausgegeben durch Stadtverwaltung und Heimatverein